30 Jahre Weltspitze - JuCad feiert Jubiläum


Moderne Klassiker

Am Anfang war ein Techniker und Ingenieur. Aber darin steckt ja schon irgendwie das Wort Genius…: Werner Jungmann, der mit fast 64 immer noch so ausschaut wie er heiĂźt, grĂĽndete 1980 mit seinem groĂźartigen Know How ĂĽber die Technologie von Rohrverarbeitungen die Firma Jutec – Jungmann Technologie. Schon nach kurzer Zeit erreichte er in dieser Hightech-Branche Rang und Namen – die Firma floriert bis heute.

Als passionierter Golfer war Werner Jungmann einst im Österreich-Urlaub, wo er sich „immer den Finger an den Leih-Trolleys mit den blöden geraden Bügeln klemmte“ – was den Perfektionisten furchtbar ärgerte! Da bastelte er sich daheim kurzerhand selbst einen Caddy – mit seiner perfekten „Biegetechnik“, die internationalen Ruf genießt. Die Leidenschaft als Golfer mit eigenem Caddy – natürlich mit offenem Bügel und leichtem Zugang zum Bag – wurde für Werner Jungmann erst zum Zweit-Job – heute spielt JuCad europaweit als Marktführer im sogenannten High End-Bereich die „erste Geige“ in der Branche. Verantwortlich dafür sind längst die geschickten geschäftsführenden Gesellschafter Tochter Kira und deren Ehemann Jörg Jung.

Erfolgs-Stories sind ja oft Familien-Stories. Und diese ist vor allem immer noch eine aus dem Wertbegriff ‚Made in Germany’!

Von Jungmann zu Frau Jung

Jörg Jung, gelernter Ingenieur der Industrie-Elektronik und MBA-Absolvent, entwickelte bereits 1998 die Steuerung und das Antriebs-Konzept fĂĽr die modernen JuCad Elektrocaddys mit Klapp-Mechanismus. Seine Frau, Jungmann-Tochter Kira (die sich anfangs an den verkĂĽrzten Nachnamen Jung erst einmal gewöhnen musste…) erklärt den Erfolg so: „Wir bauen und biegen in der Firma Jutec Biegesysteme GmbH hochwertige Materialien wie zum Beispiel Titan mit dĂĽnner Wandstärke. Dieses technische Know How haben weltweit nicht so viele Firmen.“ Weshalb zum Beispiel namenhafte Firmen aus dem Luftfahrtbau oder auch hochwertige Chemie-Anlagenbauer immer wieder beim MarktfĂĽhrer Jutec anfragen. Und die „Golf-Marke“ JuCad hat natĂĽrlich immer wieder davon profitiert:Die ersten Caddys fertigte Werner Jungmann noch „nach Augenmaß“. Aber schon aus hochwertigem Edelstahl, „unserem Hausmaterial, das wir ohnehin immer bei unseren VorfĂĽhrungen bogen und verbogen“. Ein Kinderspiel fĂĽr den Fachmann, denn die Biegetechnik mit dem „dornlosen Biegen“ gab’s ja schon im eigenen Hause. Ganz gemäß der Fertigungs-Philosophie: Qualität und Langlebigkeit. Und wartungsfrei! Das Wort „Inspektion“ gibt’s bei JuCad bis heute nicht…

Image-Klassiker

Qualität zeichnet heute noch jeden JuCad Caddy aus. Edelstahl wurde auch zum ersten Erfolgsgaranten, bis später Titan und Carbon dazu kamen – und die JuCad Caddys aus den edlen Werkstoffen weltweit einmalig machen. Nach wie vor ist JuCad der einzige Hersteller, der diese drei edlen Materialien in seiner Kollektion anbietet und fertigt. Übrigens: Die Produktionskosten sind für Titan am höchsten, weil die Schweiß-, Biege- und Polier-Technik hier am aufwendigsten – und teuersten – ist. Kein Wunder, bei der Verarbeitungsqualität: Spezielle Schweißverfahren – wie gesagt „Handmade in Germany“. Nur ist längst bekannt: Die Caddys halten, halten und halten. Was der Preis verspricht. Jörg Jung verrät nur soviel: „Nicht jeder Schweißer beherrscht unsere Technik von Anfang an.“ Deshalb beschäftigt die Firma sehr viele Fachkräfte mit Erfahrung. Auch ein Wert-Zeichen!

Aufwendig – und wendig

Aber die Caddys sind nicht nur aufwendig gebaut. Von Anfang an rollten sie z. B. als Zweirad mit Drei-Speichen-Rädern über die Fairways. Aus bestem Material und schon mit „Niederquerschnitts-Rädern“. Da kam zum Techniker noch der Auto-Kenner dazu, denn diese moderne Rädertechnik mit großen Felgen und flachem Gummi hielt ja in den 80er Jahren auch im Automobilbau Einzug. Bei JuCad erst mit drei Gummiringen im Mittellauf, heute mit einem. Was die Leichtlauf-Eigenschaften und die Wendigkeit noch weitaus verbesserte.

Die Handwagen des Caddy-Visionärs Werner Jungmann, die später das dritte Front-Rad für leichteren Lauf und optimalen Stand dazu bekamen, waren von Anfang an Renner – im wahrsten Sinne des Wortes. Leicht im Gewicht und im Umgang. Leicht im Zusammenbau und Transport. Und die elegante Formgebung hat bis heute die Silhouette des JuCad Designs geprägt. Auto-Freak Jungmann: „Wie beim Porsche 911 – immer wurde etwas verbessert, aber die Grundlinie blieb bis heute.“

„Diät“-Künstler

Leicht, leichter, am leichtesten: Die modernen JuCad-Caddys sind Federgewichte. Das leichteste Modell ohne Elektromotor wiegt nur noch schlappe 3,5 Kilo! Und auch nur 5,7 Kilo ist z. B. der neue Carbon-Caddy leicht. Mit Motor, versteht sich! Apropos: Die seit 1998 per Elektromotor betriebenen Caddys sind überhaupt ein Hit, sieht man in der Achse doch kaum noch den Antrieb – der Durchmesser beträgt aktuell nur noch „schlanke“ 4 cm. Und der Akku verschwindet sowieso im Bag. Von Anfang an gab’s den Motor nur in der Achse. Auch mit der Lithium-Batterie war JuCad Vorreiter – seit 2002. Noch vor Fahrrädern und anderen Caddy-Typen.

Tango auf dem Fairway

Seit drei Jahren kann man JuCads auch fern steuern. Vorwärts, rückwärts, links und rechts! Tango-Tänze auf dem Fairway: Die „Selbstfahrer“ sind immer wieder ein Blickfang auf den Golfplätzen. Und die Fernsteuerung in der Hosentasche leichter als eine Streichholzschachtel.

Der Zauber der Zerlegbarkeit

Das Praktischste im Umgang: die JuCads lassen sich regelrecht „zusammenfalten“. Ganze 65 × 35 cm beträgt das kleinste PackmaĂź. „Da freuen sich alle Besitzer von Sport- und Cabrio-Autos mit kleinstem Kofferraum, “ erklärt Jörg Jung mit Stolz.
Aber: Der Klassiker feiert auch seine Renaissance: Nach 12 Jahren wurde der „alte“ Edelstahl-Caddy neu aufgelegt – mit dem nicht nur bei Frauen beliebten einfachen Zusammenklappen für die Caddy-Box im Golfclub. Kira Jung: „Damals bauten wir unsere ersten Elektro-Caddys mit Klappmechanismus und heute erfreut sich der Nachfolger – der Titan Classic – ebenfalls neuer Beliebtheit.

Unglaublich, wie aktuell Klassiker sein können…!

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