Kärnten Golf Open 2010

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Es war die Woche des Martin Wiegele, der bei den Kärnten Golf Open by Markus Brier Foundation Golf-Geschichte schreibt: Nicht nur, dass der Steirer mit einer 62 (inoffizieller Platzrekord) das Turnier eröffnet, ist nach dem „Absturz“ in Runde 2 sein Comeback am Finaltag schlicht sensationell: Das Hole in One auf Loch 8 und der so gewonnene Mazda am Finaltag ist der erste „verteidigte“ Hole in One-Preis in der Geschichte der European Tour. Mit diesem perfektem Schlag kann Wiegele auch zur Spitzengruppe aufschließen, die zu diesem Zeitpunkt der Holländer de Fries und der Australier Zions bei 12 unter Par halten. Mit einem genialen Finish – Birdie auf Loch 15 und einem Eagle auf dem kurzen Par 4 Nummer 16, wo Wiegele aus gut 8 Meter den Putt zur Zwei versenkt – kauft Wiegele seinen Kontrahenten am Ende der Finalrunde die Schneid ab, gewinnt nach 2007 zum zweiten Mal einen Event der European Challenge Tour und ist damit neben Markus Brier der einzige österreichische Mehrfachsieger auf der Tour.

Wiegele: „Ein Traum. Seltenheim ist einfach mein Lieblingsplatz, das Turnier spitze. Beim Hole in One war das die perfekte Wiederholung vom Vorjahr: Gleiche Eisen, gleiche Fahnenposition, gleicher Wind und ein schon am Tee ein gutes Gefühl. Dann habe ich nur noch die Leute jubeln gehört und gewusst, dass es ein Hole in One sein muss. Zwei Mazdas innerhalb eines Jahre – einfach unfassbar.“

Nach seiner 66er-Runde (-6, gesamt -13) muss Wiegele, der im sechstvorletzten Flight auf die Runde geht, warten bis auch die letzte Paarung mit Thomas Feyrsinger und dem Australier Matthew Zions ihre Finalrunde beenden. Feyrsinger, Führender vor der Schlussrunde, erwischt einen schwarzen Tag auf den Grüns. „33 Putts sind einfach zu viele. Dazu ist ein wenig Pech gekommen und schon ging’s in die falsche Richtung“, so der für den GC Thalersee spielende Pro, der am Ende nach einer 74 (+2, gesamt -9) auf Loch 14 zurückfällt. Zions bleibt damit der letzte Spieler, der Wiegele gefährlich werden kann: Nach Birdie auf Loch 16 fehlt dem Australier vor den beiden Schlusslöcher nur mehr ein Schlag auf Wiegele. Am Ende geht der für ein Stechen nötige Putt zum Birdie und zu gesamt 13 unter Par Zentimeter am Loch vorbei und Wiegele darf jubeln. Als Belohung gibt es eine Sektdusche von Fred Jendelid & Anders Forsbrand, den Coaches der heimischen Challenge Tour Pros.

Lob gab es von allen Seiten für den Veranstalter Peter Hofstätter (Ticon Sports), dem die Tour und die Spieler Rosen streuen: „Das beste Turnier auf der Challenge Tour, Nirgendwo sonst gibt es einen derart perfekt organisierten Event“, so der Tenor, die auch den Kurs und den Platzzustand des GC Klagenfurt-Seltenheim über den grünen Klee loben: „Der Platz ist schon heute European Tourreif“, so Alain de Soultrait, Direktor der Challenge Tour.

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