Ticket ins Paradies

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Natascha Ochsenknecht und Kapitän Hagen Damaschke an Bord der MS EUROPA

Natascha Ochsenknecht. Model, Familienmanagerin und Mutter von drei Kindern hat es bei der Verleihung der JAB ANSTOETZ European European Ladies Golf Awards erwischt. Sie ersteigerte für wohltätige Zwecke eine von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gestiftete Reise für zwei Personen mit der MS EUROPA von Honolulu auf Hawaii nach San Francisco.

Ein Smalltalk mit Freunden, alten oder neuen Bekannten, ein schönes Abendessen und eine Verleihung von Auszeichnungen für sozial engagierte Frauen. Soweit, so gut, ein alles andere als ungewöhnlicher Verlauf einer Veranstaltung wie den JAB Anstoetz European Ladies Golf Awards.

Das erklärt aber kaum, warum ich heute vor meinem Kleiderschrank stehe und etwas ratlos auf meine Garderobe blicke. Schuld an diesem Umstand ist die Charity-Versteigerung für einen guten Zweck bei eben dieser Gala in Berlin und vielleicht auch die Tatsache, dass ich einfach Lust darauf hatte, unser kaltes deutsches Frühjahr möglichst schnell gegen ein paar Tage Sonne und Wärme einzutauschen.

Und die Gelegenheit war dann einfach zu verlockend. Ein charmanter Auktionator und Kapitän namens Hagen Damaschke, eine verführerisch angepriesene Traumreise zwischen Hawaii und Acapulco auf seinem Kreuzfahrtschiff MS EUROPA und mein drängender Wunsch nach Wärme und Entspannung passten an diesem Abend einfach gut zusammen. Zugegeben: eine zuvor ersteigerte Uhr und ein hilfsbereiter Marcus Schenkenberg hatten mich zunächst etwas von dieser Versteigerung abgelenkt, aber auf einem kleinen Umweg hatte ich dann doch etwas unverhofft den Gutschein für meine Auszeit auf hoher See in der Tasche!

Jetzt bleibt eben nur noch die Frage, was ich für die Reise von Hawaii nach Mexiko mitnehmen soll? 12 Tage auf dem weltweit einzigen Luxus-Kreuzfahrtschiff mit mehr als 5 Sternen und meine bestenfalls vagen Vorstellungen – das führt dann eben genau zu diesem etwas ratlosen Blick in den eigenen Kleiderschrank. Manchmal ist es gar nicht so einfach, eine Frau zu sein…

Einmal Prinzessin sein…
Heute ist es soweit, meine ersehnte Traumreise kann und soll wie geplant beginnen. Die Mischung aus Vorfreude und Spannung auf das Wiedersehen mit der MS EUROPA macht mich allerdings leicht nervös. Immerhin hat sich das pikante Thema Garderobe inzwischen erfolgreich auf zwei ziemlich volle Koffer verteilt, in denen nach einer kleinen Mutter-Tochter Debatte auch die Kleidung meiner Tochter Platz gefunden hat.
Gut, dass Anke von Hapag-Lloyd da ist, die uns bis zum Schiff begleiten wird und sich zuvor charmant als unsere Anreisebegleiterin vorgestellt hat. Ganz nach dem Motto aus dem Blick ist aus dem Sinn rollen die randvollen Koffer auch schon auf dem Gepäckband in das Flugzeug und wir halten unsere Tickets in den Händen.

Berlin, Frankfurt, San Francisco – der Blick aus dem Fenster und die Temperaturanzeige auf den Bildschirmen im Terminal machen nicht gerade Mut, dass mein Wunsch nach Sonne und Wärme wirklich in Erfüllung gehen wird, aber wenigstens sind die Flüge schon einmal pünktlich. In der Maschine nach Honolulu dann die erlösenden Worte aus dem Cockpit: Sonne und 27 Grad – meine Tochter strahlt mich an: „Ich hab´s dir doch schon die ganze Zeit gesagt…“

Kurz vor dem Ziel erwartet uns dann statt einer Blumenkette erst einmal eine zeitraubende Einreisekontrolle am Airport. Überraschend freundlich ist der Beamte am Schalter ja, aber nach so einem langen Flug ist Geduld, Gott sei Dank, meine große Stärke. Geschafft. Unsere Begleiterin erzählt uns danach auf der Fahrt vorbei an Wolkenkratzern und ersten Palmen von der EUROPA.

Dann ist der spannende Moment da und das Schiff taucht vor dem Fenster auf. Strahlend weiß liegt es vor uns und überragt selbst das Kreuzfahrtterminal. Schon beim Aussteigen wird mir klar, dass dieser Urlaub sicher wunderbar wird. Beim Betreten der Gangway bekommt meine Tochter strahlende Augen und bei mir werden Erinnerungen an diverse Filme geweckt:
Braun gebrannt, in einer weißen Uniform mit goldenen Streifen auf den Schultern, so heißt uns der Kreuzfahrtdirektor der EUROPA an Bord willkommen und weist uns den Weg in den Empfangsbereich, wo unter einem dezent-eleganten Kronleuchter ein Pianist am Steinway sanfte Musik spielt. Vielleicht ein wenig sehr kitschig auf den ersten Blick, aber welche Frau möchte nicht wenigstens einmal genau auf diese Weise Prinzessin sein? Während mir von den im Überfluss anwesenden Mitarbeitern in dunkelblauen Anzügen zur Begrüßung ein Glas Champagner angeboten wird, entdecke ich schon das ein oder andere bekannte Gesicht.

Nach vorne blicken und rückwärts fahren.
Hawaii liegt hinter uns und die erste Gala meiner Reise auf der MS EUROPA bewegt mich bereits am zweiten Tag schon wieder zum Blick in meine Garderobe – immerhin zwingt die Veranstaltung meine Tochter endlich ohne Diskussionen aus dem Liegestuhl auf dem sonnigen Balkon aufzustehen und den Koffer fertig auszupacken.

Eigentlich hätte heute noch ein Besuch in Hawaii auf dem Programm gestanden, aber meine Neugier auf das Schiff und die leichte Müdigkeit der Anreise haben uns lediglich bis an den großen Pool und vor allem in die erhoffte sonnige Wärme geführt.

Ich habe mich gerade gegen das Kleid von der Versteigerung entschieden, da ertönt die Stimme eben jenes Kapitäns Hagen Damaschke aus den Lautsprechern. Er müsse leider umdrehen und nach Hawaii zurückfahren, ein medizinischer Notfall müsse vom Schiff in das Krankenhaus gebracht werden. Noch mal Hawaii, ein Umweg von vielen Stunden – meine Tochter schaut mich an und wir fragen uns beide, was nun aus San Francisco werden soll. Aber ich denke mir, dass so etwas wohl jedem von uns passieren kann und in dem Fall ist es sehr gut zu wissen, dass Sicherheit auf diesem Schiff an erster Stelle steht und wie souverän die Situation hier gehandhabt wird. Und auch unsere Befürchtungen werden vom Kapitän wenig später zerstreut: „Wir werden einfach etwas schneller fahren und dadurch noch früh genug in San Francisco ankommen…“

Ich freue mich jetzt erst einmal darauf, die Skyline San Francisco‘s vom Meer aus zu sehen, THE ROCK mit der Festung Alcatraz einmal nicht nur auf der Leinwand zu erleben und vor allem in den ersten Sonnenstrahlen des Tages unter der Golden Gate Bridge hindurch zu gleiten. Ich nehme meine Tochter mit einem kleinen Schmunzeln an die Hand, lasse die Tür zu gleiten und gehe zu einem Galaabend, der für mich einer der spannendsten der letzten Jahre werden könnte…

In San Francisco gehen wir von Bord und fliegen zurück nach Deutschland. Eine Traumreise mit der MS Europa war zu Ende.

Natascha Ochsenknecht über: britta@theboxmanagement.com

Hapag Lloyd Kreuzfahrten: www.hlkf.de

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