Safari-Golf - Mit dem Rovos Rail durch Südafrika

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Wer sich bedingungslos auf dieses Abenteuer einlässt und die ganze Schönheit eines Kontinents entdecken will, begibt sich auf eine unvergessliche Reise durch Südafrika. Gerade hier wird eine Kulisse geboten, die den Passagieren des Rovos Rail eine Zeitreise erlaubt. Die Faszination des Zuges aber auch des Landes lassen fast vergessen, dass der Schwerpunkt der neuntägigen Reise auf dem Golfspiel liegt, und der Glaube kommt auf, dass absolutes Glück vielleicht sogar noch steigerungsfähig ist.

Bereits die Abfahrt des Rovos Rail vom privaten Bahnhof Capital Park in Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas – von wo aus der Zug Richtung Osten entlang der spektakulären Drakensberg-Kette nach Nelspruit fährt – versetzt in nostalgische Stimmung. In diesem historisch erbauten Lokomotivenhof liegen das Herz und Hauptquartier der privaten Eisenbahngesellschaft. Der Wartesaal ist ausgestattet mit antiken Sofas, Ledersesseln, kleinen Tischen und einem Bar-Tresen. Der Empfang der Gäste ist passend: mit klassischer Live-Musik, Häppchen und Aperitifs.

Die Fahrt in den wohl geräumigsten Eisenbahnsuiten der Welt kann beginnen! Alle modernen Annehmlichkeiten werden geboten, wie Klimaanlage, geräumige Betten und ein Schreibtisch – aber auch eine Minibar und Zimmerservice rund um die Uhr verleiten zum Ausprobieren, wenn da nicht die herrliche, unberührte Natur wäre, die darauf drängt, betrachtet zu werden. Mehr als 20 000 verschiedene Pflanzen beheimatet Südafrika und machen das Land zu einem ökologisch vielfältigsten Flecken der Erde, der behutsam erkundigt werden will.

Ein Tag nach der Abfahrt steht auch schon der erste Besuch auf einem Golfplatz an! Der Hans Merensky Golf Estate ist nach einem südafrikanischen Geologen benannt und liegt paradiesisch schön in der Nordprovinz direkt am Krüger Nationalpark. Der wohl „afrikanischste“ Kurs bietet nicht nur Golf, sondern auch Affen, Impalas, Warzenschweine, Giraffen, Löwen, Büffel, Elefanten Flusspferde und Krokodile. Da der Platz sehr wasserreich ist, kommen die Tiere am frühen Morgen und am späten Abend aus dem Krüger Park. Wenn ein wildes Tier auf den Fairways gesichtet wird, sollte man das Spiel sofort unterbrechen, schließlich kann ein Abschlag auch als Angriff verstanden werden. Beeindruckt von der reinen Natur verlässt man den 18-Loch-Golfplatz und begibt sich wieder in den Zug, der zur Abfahrt nach Swaziland bereitsteht.

Geschafft und noch ganz benommen von den vielen Eindrücken geht es zurück in den „luxuriösesten Zug der Welt“, wie der stolze Besitzer Rohan Vos von seinen Schmuckstücken selbst behauptet. Der Engländer hat seine vier Lokomotiven nach den Namen seiner Töchter benannt: Bianca, Shaun, Brenda und Tiffany. Er liebt es, seine Gäste selbst zu begrüßen, die besonderen Merkmale des Zuges zu erläutern und weist gerne darauf hin, dass Hemd, Jackett und Krawatte Pflicht sind. Eben der Rovos-Dresscode! Schließlich soll die Reise in die Vergangenheit auch von den Passagieren unterstützt werden. Die Perfektion: Menü und Service lassen keine Wünsche offen. Ein Blick auf die Speisekarte verrät: Frische regionale Zutaten und natürlich Wild stehen an oberster Stelle!

Der nächste Abschlag ist auf dem Royal Swazi Club. Der Zusatz Royal darf hier nicht fehlen, liegt er doch mitten in einem noch real existierenden Königreich. Herrscher ist seine Majestät King Mswati III., designed von Peter Matkovich liegt der Platz am Hang des Ezulwini Tals, dem „Tal des Himmels“. Umgeben von einer Bergkulisse ist er Schauplatz der Swazi Open, einem jährlich stattfindenden PGA Event in Swaziland. Der Platz wurde mehrfach überarbeitet, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Viele erhöhte Tees und Greens, drei Wasserhindernisse, kleine Schluchten und Doglegs erfordern deshalb ein akkurates Spiel. Wer hier die 18-Loch spielt, freut sich am Abend besonders auf die Rückkehr in seine Suite im Zug, von denen manche sogar eine Badewanne bereithält.

Was wäre jedoch eine Reise im Land der Safari ohne eine Pirschfahrt? Die erste steht am vierten Tage im Hluhluwe Game Park auf dem Reiseprogramm. Hier können die afrikanischen „Big Five“ (die fünf großen Säugetierarten: Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn) bewundert werden, die überwiegend in Wildschutzgebieten und großen Nationalparks beheimatet sind. Ein Bootsausflug auf dem St. Lucia See, der inmitten des 2 500 Quadratkilometer großen Greater St. Lucia Wetland Park liegt, dem ältesten Schutzgebiet in Afrika, rundet den ereignisreichen Tag ab. Die 180 Meter hohen, mit Urwald bewachsenen Dünen, trennen den St. Lucia See vom Indischen Ozean und lassen die Vorfreude auf weitere Abenteuer wachsen.

Die nächsten Tage vergehen wie im Flug: Nach einer Runde auf dem Durban Beachwood Country Club und eine auf dem Champagne Sports Resort Platz in Drakensberg sowie nach einem Tag der Entspannung ist ein weiterer Höhepunkt der Reise erreicht: eine Golfrunde auf dem Gary Player Platz in Sun City. Hier offenbart sich eine gigantische Anlage, die gut 90 Autominuten nördlich von Johannesburg entfernt ist. Der Platz ist schlechthin der berühmteste Golfclub Südafrikas mit unglaublich großen Meisterschafts-Proportionen. Die Anlage ist ebenso großzügig ausgestattet wie das jährliche Turnier mit zwei Millionen Dollar Preisgeld. Ist vielleicht für manchen der Lost City-Kurs vom Layout her schöner, begleitet den Gary Player Platz die Ehrfurcht des Amateurs gegenüber den „Fairways of Fame“.

Zurück zum Zug: Es wird die letzte Nacht im Luxuszug sein, in der man neun Tage auf Radio, Fernsehen und Internet verzichten musste. Keinem fehlte das, denn wer Unterhaltung suchte, begab sich einfach in den letzten Waggon. Mit seinen gemütlichen Sesseln und Sofas und der kleinen Außenterrasse dient dieses Abteil neben der Kommunikation auch der Einnahme von Kaffee und Kuchen. Das Personal serviert aber auch Tee und jedes andere Getränk. So oft man möchte, so viel man möchte. All inclusive…

Im historischen Speisewagen werden ein letztes Mal erlesene Weine zu exzellentem Essen serviert. Eigentlich möchte man sich gar nicht trennen von so viel Luxus, den man in den neun Tagen erleben durfte und blickt auf eine unvergessliche Abenteuer-Reise zurück, die einen in das vergangene Jahrtausend versetzte.

Rovos Rail
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Tel:09803/93 22 04
www.blueridgegolf.de

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