Fancourt - Das Luxus-Golf-Resort im Herzen der Gardenroute

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Gemessen an der Größe Südafrikas ist die Garden Route mit ihrer Metropole George relativ klein, und doch ist sie das Herzstück auf der 1000 km langen Küstenlinie zwischen Kapstadt und Port Elisabeth. Sie ist umgeben von einer traumhaft schönen, parkähnlichen Landschaft, die sich von den Outeniqua-Bergen bis hinunter zum Indischen Ozean erstreckt.
Dass die Garden Route in unseren kalten Wintermonaten zu den begehrtesten Golfgegenden gehört, hat sich inzwischen herumgesprochen, denn schlechtes Golf-Wetter gibt es an der Garden Route nicht und preiswert ist es auch.
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Wir sitzen auf der Terrasse vom FANCOURT COUNTRY CLUB und trinken Iced Mocha Coffee. Vor einer Stunde sind wir auf dem GEORGE AIRPORT gelandet und fühlen uns trotz des langen Fluges von Deutschland über Johannesburg sehr wohl. Direkt vor unserer Nase liegt das malerisch schöne 18te Grün des berühmten Montagu Courses. Morgen werden wir hier spielen. Wir freuen uns drauf.
FANCOURT gehört zu den Great Golf Resorts of the World und ist die eindrucksvollste Golfanlage Südafrikas. “Für Farmland viel zu schade, für Golf wie geschaffen”, soll der legendäre Golf-Altmeister Gary Player ausgerufen haben, als er in diese Südafrikanische Prestige-Gegend kam. Er hatte Recht. Die Anlage hält, was uns die aufwendig gestalteten Werbebroschüren versprechen. Auf FANCOURT gibt es vier Golfkurse: THE LINKS, MONTAGU, OUTENIQUA, und der neue BRAMBLE HILL. THE LINKS war Austragungsort des PRESIDENTS CUP, das mit einem spektakulären Unentschieden zwischen Ernie Els und Tiger Woods endete.
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Als ersten Platz spielen wir den von Gary Player gestalteten MONTAGU COURSE. Hier stimmt alles. Die Fairways wirken unglaublich plastisch, die penibel gepflegten Greens gehören in die obere Extraklasse, und die Einbettung der Bahnen in das Gelände hätte schöner nicht sein können.
Die Bahn Zwei, ein 170 Meter langes Par 3, spielt man von ganz oben hinunter ins Tal, das Grün der Vier liegt direkt vor einem romantisch schönen See, und auf der Sieben warten Affen darauf, Ihnen den Ball zu klauen. Golferherz, was willst Du mehr.
Die zweiten Neun sind weitläufiger als die ersten, man erlebt eine konditionsfördernde Golfrunde. Die beiden letzten Bahnen sind die Höhepunkte der Back-Nine. Das Grün der Siebzehn will carry über einen See angespielt werden, und die Achtzehn endet als reizvolles Finish hinter einem von Seerosen bedeckten Teich direkt vorm Clubhaus. Zurückhaltung ist angesagt. Leicht verdirbt man sich hier noch einen durchaus guten Score, denn besonders schwer ist der MONTAGU nicht, er ist nur außergewöhnlich schön.
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Abends lassen wir es uns im Fancourt–Le-Pécheur bei frisch zubereiteten Meeresfrüchten nach heimischen Rezepten und einem südafrikanischen Cape Chardonnay gut gehen. Ein phantastischer Sonnenuntergang beendete den Tag. Eine Kulisse für den Luxus.
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THE FANCOURT LINKS war Austragungsort des “PRESIDENTS CUP”. Der Platz erinnert stark an schottische Golf-Links. Mit der Einschränkung allerdings, dass Fancourt schöneres Wetter hat, der Wind nicht so stark bläst, und es hier weniger kalt ist als in Schottland.
Wir finden den Platz großartig, für unsere Handicaps zwischen 10 und 20 aber zu schwer, um richtig Freude am Golfspiel zu haben. Unser Caddie, in diesem Fall eine junge dunkelhäutige Südafrikanerin, gibt uns zwar beste Tipps, doch man muss diesen Platz öfter spielen, um ihn bezwingen zu können. Was zum Beispiel macht man auf der Bahn Drei, einem 355 Meter kurzem Par 4, wenn man nicht weiß, was hinter der Düne ist, und wo das angedrohte Wasser beginnt. Ich spiele eine 7 und bin noch gut bedient. Ähnlich ergeht es uns auf den Bahnen Zwölf und Fünfzehn. THE FANCOURT LINKS gehört mit zum Schwersten, was wir gespielt haben. Unsere Scores mögen wir niemandem zeigen. Eine Erfahrung haben wir allerdings gemacht: die Ernies und Tigers, die den PRESIDENTS CUP 2003 hier unentschieden spielten, golfen in einer Klasse, zu der wir nicht gehören. Trotzdem war es schön.
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Auf FANCOURT wohnt man im Hotel oder in einem der schönen Häuser unterm Reed-Dach. Wir entscheiden uns für ein Wochenendhaus und erleben Luxus, der kaum zu überbieten ist. Die Abende auf der Terrasse mit Blick in die von der untergehenden Sonne angestrahlten Berge lassen uns fast vergessen, dass es zuhause noch ein anderes Leben gibt, das bei unserer Rückkehr arbeitender weise wieder in Angriff genommen werden muss.
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Der QUTENIQUA COURSE ähnelt dem Montagu, ist aber deutlich schwerer. Das Panorama ist phantastisch und lenkt leicht schon mal vom Spiel ab. Wer keine Angst vorm Wasser hat, dem macht der Schlag über den wunderschönen Teich auf der Vier viel Spaß; bei zu kurzen Schlägen gibt es allerdings ein golferisches Desaster. Große Schwierigkeiten haben wir auf der Acht, einem 530 Meter langem Par 5. Leicht verzogene Drives verschwinden in den Büschen, und ungenaue Annäherungen landen in tiefen Bunkern. Versöhnlich stimmen uns die zweiten Neun. Hier spielen wir gutes Golf und verabschieden uns mit anständigen Scores von der herrlichen Anlage. Ein wenig neidisch kann man werden, wenn man die unauffällig placierten wunderschönen weißen Villen sieht, und sich vorstellt, dass man hier wohnen möchte und dem Paradies täglich nahe wäre.
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Fancourt ist nicht alles an der Garden Route, und deshalb suchen wir uns nach einigen Tagen in der Nähe von George eine Lodge direkt am Indischen Ozean. Hier ist das Wasser immer um einige Grad wärmer als im Atlantik. Wir genießen unseren Urlaub am endlos scheinenden Multikulti-Strand von Wilderness. Hier begegnen sich Schwarze und Weiße, Coloured People und Inder, Angler und Surfer, Golfer und Sonnenanbeter. Drei mal am Tag zuckelt der fast 100 Jahre alte Outeniqua-Choo-Tjoe-Dampfzug von George nach Knysna an uns vorbei. Eine Urlaubsidylle par excellence.
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Wir haben uns ein kleines Auto gemietet und erkunden die Gegend.
In Knysna shoppen wir in der herrlich gelegenen Water Front und essen an der großen Lagune fangfrische Austern. Im Knysna Forest bewundern wir tausend Jahre alte riesige Yellowwood-Bäume und versuchen uns in der Victoria Bay vergeblich im Wellenreiten. In George schaudert es uns in der York Street vor einer uralten Eiche, an der früher Sklaven angekettet und dann verkauft wurden. In Oudtshoorn machen wir Rast auf einer Straußenfarm, und Strandleben vom Feinsten genießen wir in der Plettenberg Bay. Ans Golfen denken wir nicht.
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Irgendwann aber haben wir doch wieder Lust auf unseren Sport und buchen 3 Tee-Times: KNYSNA, SPARREBOSCH und GEORGE GOLF.
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Wir fahren zum KNYSNA GOLF CLUB und lernen einen Golfplatz kennen, der besonders bei den Einheimischen beliebt ist. Zedern, Kiefern und Eukalyptusbäume begleiten die engen Fairways. Streuende Longhitter haben keine Chance. Der Platz ist sehr grün, hat satte Greens, und dank der nahen Lagune viel Wasser. Wir haben große Schwierigkeiten auf der Zwei, nehmen durchweg zu kurze Eisen auf der Acht, und sind überrascht, dass die 505 Meter der Sechszehn so “lang” sein können. Unsere Scores sind zwar kein Ruhmesblatt, wir haben aber einen Platz kennen gelernt, auf dem Golfspielen so richtig Spaß macht. Die Clubmitglieder sind für ihre Gastfreundschaft bekannt. Wir genießen mit ihnen das örtliche Mitchells Bier. Es wird ein langer Abend.
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Während die langsam gewachsenen Anlagen wie der Royal George oder der Knysna mit konservativ-britischem Understatement aufwarten, ist das neue SPARREBOSCH CLIFFTOP ESTATE mit dem Hintergedanken “Golf als Wirtschaftsfaktor” angelegt. Ein Paradies in der Zukunft mit dezent placierten Villen, Yacht-Club, Health & Fitness Centre und vielem mehr.
Kaum woanders gibt es so weite Aussichten über Land und Wälder und über den Indischen Ozean wie gerade hier. Paradelöcher sind die Zwei mit dem sehr langen “Augen-zu-Drive” über einen großen See, die fast 500 Meter lange, zum Meer hin stark abfallende Dreizehn, und die schier unbezwingbare, weil völlig überbunkerte Vierzehn mit herrlichem Blick auf bizarre rote Felsen. Dass meiner Frau auf der schweren Siebzehn eines ihrer eher seltenen Birdies gelingt, und ich auf der Zehn dem tief unten liegenden Grün mit “Tigerline” recht nahe komme, bleibt uns in schöner Erinnerung. SPARREBOSCH ist ein attraktiver, Cart empfohlener langer Platz der neuen Golfplatzgeneration mit attraktivem Clubhaus.
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Als letzten Platz spielen wir den GEORGE GOLF CLUB, eine etablierte Anlage, auf der schon im Jahre 1886 auf einem klitzekleinen 3-Loch Kurs gegolft wurde. Heute spielt man die 18 Bahnen vorbei an alten Yellowwood-Bäumen und üppiger Vegetation, schlägt seine Drives und Annäherungsschläge auf oftmals leicht gewellte Fairways und gepflegte Greens. Der Platz lädt zu einer scheinbar leichten Kaffeerunde ein, aber Vorsicht. Mit zuviel Übermut hat sich manch einer auf der so harmlos daliegenden Sieben und auf der Achtzehn “den ganzen Tag” verdorben. Schade, denn auf dem “grünsten und sattesten” Platz der ganzen Garden Route kann Golfspiel sehr viel Spaß machen. Leider ist der Royal George ein sogenannter “Geheimtipp”, und in den Sommermonaten von frühmorgens bis zum Sonnenuntergang regelmäßig ausgebucht. Apropos Sonnenuntergang: Die Terrasse des Klubhauses ist nach dem Spiel der rechte Ort für einen Sundowner der ganz besonderen Art.
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Die Golfplätze an der Garden Route bieten jedem etwas. Es gibt Anlagen, da ist das Clubhaus konservativ bieder, da liegt Entenklein auf den Tees, da klauen Affen einem die Bälle, und doch behält man diese Clubs in bester Erinnerung. Und dann wiederum gibt es Resorts, die sind architektonisch perfekt, das Clubhaus ist chic und elegant, der Shop hat eine riesige Auswahl, der Champagner schmeckt bestens, und doch fühlt man sich nicht wohler als in den einfachen Clubs. So kann es einem auch hier ergehen. Garantiert ist letztlich nichts.
An der Garden Route kann man 12 Monate im Jahr Golf spielen, schlechtes Wetter gibt es nicht. Touristen, und speziell Golfer, sind auch bei den farbigen Südafrikanern sehr willkommen, Hass auf die Weißen haben wir nicht erlebt.
Die Garden Route ist eine wunderschön aufregende und erlebnisreiche Golfreise wert.
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Information
Rolf Langer, 0171-6415060
www.rolfl@fancourt.co.za oder www.fancourt.co.za
LTU Fluggesellschaft: www.ltu.de

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