Zwischen Rebstöcken und Rosengärten, gerahmt von Pappeln und Weidenbäumen, steht seine Manufaktur. In Fosso vor den Toren von Venedig, dort wo die Schrittmacher der Schuhmacherkunst zu Hause sind, hat Fritz UnĂĽtzer FuĂź gefasst. Seitdem der MĂĽnchner, der ursprĂĽnglich in die FuĂźstapfen seines Vaters treten und das traditionsreiche Modehaus in der MaximilianstraĂźe ĂĽbernehmen sollte, während seiner Lehrzeit in London bei Burberry, Church und John Lobb hospitiert hatte, lieĂź ihn die Schuh-Leidenschaft nicht mehr los. Vor 15 Jahren machte er aus seiner groĂźen Liebe ein Geschäft und startete mit seinen „Ballerinen“ – den kleinen Flachen, die keine Jahreszeit kennen, zum Abendkleid genauso passen wie zur Jeans. Mittlerweile ist Fritz UnĂĽtzer der einzige deutsche Hersteller in Italien mit einer eigenen Manufaktur. Jährlich entwirft er einhundert neue Modelle – von avantgardistischen Ancle-Boots mit feinem Nerzkragen oder sexy dekolletierten High-Heel-Pumps in Echsen-Optik bis hin zu Reiterstiefeln und Bohème-Ballerinen aus Samt und natĂĽrlich den Golfies. Mehr als 50 000 Paar werden insgesamt pro Jahr hergestellt und mit den dazu passenden Taschen oder GĂĽrteln in alle Welt, nach New York, Tokio, Korea oder Mailand exportiert.
Fatto a mano
Im Veneto haben nicht nur die adeligen Venezianer schon zu ihren Glanzzeiten in den prächtigen Palazzi gesteigerten Wert auf gutes Schuhwerk gelegt: Die Meister ihres Faches folgen noch immer denselben strengen Kriterien wie einst ihre Vorgänger. Sie hantieren mit Ahle und Schustermesser. Freihändig und mit Augenmaß stechen sie Loch um Loch in das Leder und nähen das Ganze mit gewachstem Garn zusammen. Kaum ein Laie macht sich eine Vorstellung von den Mühen, die es kostet, bis ein Schuh nicht nur wie ein Kunstwerk aussieht, sondern eines ist. Vom Aussuchen des Materials, der Kontrolle bei Qualität und Farbnuancen bis zur Endabnahme sind mindestens einhundert Arbeitsgänge notwendig. „Fatto a mano“, wie Fritz Unützer beim Rundgang durch seine Manufaktur stolz sagt: Jedes Paar wird einzeln nach einer Vorlage aus Pappe zugeschnitten, von Hand über den Leisten gezogen, das Oberleder in Handarbeit genäht. Geschickte Finger bringen das Modell auf Hochglanz, sogar Sohlen und Ansätze werden handgemacht. Auf jedes Detail kommt es an, denn „Schuhe verwandeln eine Frau“, meint Unützer. Schuhe sind verräterisch, Machart und Material ein Indiz dafür, was ihre Träger von sich halten. Für den Münchner ist Qualität ebenso wie bodenständige Handwerkskunst die Basis von allem. Aber da ist noch mehr: „Beim Schuh geht es um Emotion, Faszination und persönlichen Ausdruck.“ Der mit seinem zeitlos-modischen Auf-Tritt der Luxusklasse erfolgreiche Schuh-Macher versteht die Frauen und ihre Lust auf immer neue Modelle. Seine Schuhe sind klar im Design, farblich und stofflich immer eng auf die Mode-Kollektionen der jeweiligen Saison abgestimmt. Die kleinen Raffinessen sind wichtig – oft ist es nur das farbige Bändchen, die Einfassung, die dem Schuh eine besondere Note gibt. Aber das macht die Ballerinen, Sling-Pumps oder Boots aus dem Veneto zu unverzichtbaren modischen Accessoires, zu Glamour-Objekten weiblicher Träume.
Das Spiel von Farben, Steifen und Ziernähten gibt den Ton an
Auch die Golfies by Unützer sind was Besonderes: Weil seine Kundinnen ihn immer wieder gebeten haben, bequeme und dazu noch schönen, exklusive Golfschuhe zu entwerfen, die anders als die auf dem Mark üblichen, hat Fritz Unützer im November 1997 den ersten Prototypen gebaut. Angelehnt an seine „normale“ Kollektion sind die Golfies leicht und flexibel, aus edlen Materialien gepaart mit hoher Funktionalität. Und sie fallen selbst im sattesten Grün durch ihre ausgefallenen Farbkombinationen ins Auge. Eleganter Stil-Cross der Upper Class ist wieder das Thema: Weg von der traditionellen Golf-Optik hin zum luxuriösen Dandy-Look mit einem feminin-sportlichen Touch. Das Spiel von Farben, Steifen und Ziernähten gibt den Ton an. Die Golfies glänzen in Silber, Gold und Kupfer – kombiniert mit feinem Veloursleder – Ton in Ton. Pink, türkis, orange einerseits – sanfte Pastelle und edle Nichtfarben andererseits – sorgen für eine spannende Vielfalt in der Kollektion. Für weniger professionelle Anforderungen hat Unützer einen Sneaker mit besonderer, zum Golfsport geeigneter Sohle entwickelt: Die so genannte Teaching-Sohle, eine weiche, aber griffige Noppensohle, passt auch hervorragend ins Clubhaus und ist ideal für den Bummel in der City.
Ăśberhaupt: Golf and the City bieten Golfies by UnĂĽtzer ohne die typischen Schraubstollen. Mit dem Luxus auf leichte Art lassen sich beim Stadtmarathon in aller Ruhe die Runden drehen und ein neues LebensgefĂĽhl entdecken.
