Organisator Christian Hölzl hatte auf der Gnadenalm einen 9-Loch-Golfplatz in den Schnee bauen lassen. Die Spielbahnen waren gewalzt und markiert, Tees und „Whites“ mit viel Aufwand perfekt präpariert. Detailverliebt arbeitete an jedem „White“ ein Whitekeeper. Nach jedem Flight wurde die gesamte Fläche abge-zogen und so geglättet, dass alle Spieler beste Bedingungen vorfanden. Da an gleicher Stelle im nächsten Jahr die Snowgolf-Weltmeisterschaft stattfinden wird, wurde in diesem Jahr der Ablauf schon als Generalprobe genutzt. Das hochkarätige Teilnehmerfeld setzte sich aus sehr starken Amateuren aus dem Junioren-Nationalkader Österreichs, etlichen Business-Golfern und auch einigen Prominenten zusammen. Alle waren in erster Linie gekommen, um in der ungewöhnlichen Um-gebung Spaß zu haben. So wurde auf der Gnadenalm zwar durchaus ehrgeizig gespielt, aber die Atmosphäre war locker-entspannt.
Weltmeister setzten sich durch
Beim Texas-Scramble setzten sich die amtieren Snowgolfwelt-meister Adi Hengstberger und Robert Huber mit 17 Bruttopunkten nach 9 gespielten Bahnen durch. Die Sonderwertung Nearest-to-the-pin gewann Snowboard-Star Heidi Krings klar für sich. Die aus Obertauern stammende Profi-Sportlerin setzte nicht nur bei diesem gelungenen Schlag optische Akzente. Weitere bekannte Namen und Gesichter sorgten auf dem Snow-golf-Areal auf der Gnadenalm für Glanz und Glamour: Nadja Ab-dael Farrag schlug zwar nicht gegen den Ball, hatte aber dennoch mit Schauspieler Charles M. Huber viel Freude beim Rahmenpro-gramm. Huber spielte in 125 Folgen den Inspektor Henry Johnson in der Krimi-Serie „Der Alte“ und war damit in 120 Ländern der Welt auf dem Bildschirm präsent.
Neben der aktiven Snowboarderin Heidi Krings hatten auch Sport-legenden Spaß am Golf im Tiefschnee. Glenn Hoddle, der bei der Fußball-WM 1998 als Trainer der Englischen Nationalmannschaft das Elfmeter-Drama gegen Argentinien im Achtelfinale erlebte, zeigte sich als Gentleman-Golfer und lebte die Etikette auch auf dem ungewohnten Untergrund. Österreichs Ski-Legende David Zwilling genoss das Spektakel sichtlich in vollen Zügen, hatte aber sportlich nicht annähernd einen so guten Tag erwischt, wie bei seinem Triumph bei der Abfahrtsweltmeisterschaft 1974 in St.Moritz, als er u.a. Franz Klammer distanzierte. In einem Jahr wird im Rahmenprogramm der Snowgolf-WM auf einem großen „White“ ein „Million-Dollar-Putt“ gespielt. Auch in diesem Jahr gab es eine Puttingcompetition. Den Sonderpreis für einen versenkten 15-Meter-Putt sicherte sich Mario Lehmann nach einem Stechen mit dem Juniorennationalspieler Bernhard Neumayr. Fünf Tage darf der Glückliche Sieger dafür im Hotel Intercontinental Dubai Festival City verbringen. In Tracht und bei zünftiger Musik wurde in der Champions Night noch lange nach dem letzten Putt gefeiert.
