Fairway Feng Shui

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Im österreichischen Golfclub Bad Waltersdorf gibt es seit vier Jahren eine 18-Loch-Golfanlage (Par 72), die vom englischen Architekten Michael Pinner gestaltet und mit Feng Shui-Elementen ergänzt wurde. Auf der chinesischen Harmonielehre basierend behielt die Natur das Vorrecht und gab die Strukturen für die Platzgestaltung vor. Ein keltischer Baumkreis, “lebendige Hindernisse”, Wasserflächen und das gezielte Platzieren von Bäumen und Steinen – auch „Landschafts-Akupunktur“ genannt – ließen einen durch und durch energetischen Golfplatz entstehen. Große Pläne hat auch der Passauer Architekt Egon Krassler, der in Deutschland die erste Feng Shui-Golfanlage in Angriff nehmen möchte, natürlich mit ausgeklügelten Energiezonen. Auch das Clubhaus soll nach Feng Shui-Prinzipien gebaut werden.

GOLFWELT sprach mit Mark Sakautzky, Feng Shui Master Consultant aus Hamburg (HC 18,9). Er ist mit einem Investor im Gespräch, der im Frankfurter Raum einen Golfplatz erwerben möchte. Das Ziel: einen Golfplatz samt Clubhaus projektieren, bauen und einrichten – nach den Prinzipien des Feng Shuis. „In Asien ist das durchaus üblich”, sagt der vielgereiste Feng Shui Golfer. Sakautzky ist Experte und Spezialist für das Formschul-Feng-Shui. Die Formschule beschäftigt sich intensiv mit Wasserplatzierungen, Hügelformen, Baumbestand und Wegeführung – und welche Lebensthemen durch diese Formen besonders unterstützt oder schwierig gemacht werden.

„Durch Feng Shui und eine sehr genau berechnete und gestaltete Formenschule kann man z. B. ein sehr einfach aussehendes Loch zu einem extrem schwierigen umfunktionieren”, sagt Sakautzky, der in Hamburg die Internationale Feng Shui Akademie (www.ifsa.info) betreibt und auch auf Mallorca ausbildet: „Ein Feng Shui-Golfplatz muss sich eben sehr stark an der Umgebung orientieren, denn das ist ja der Clou: wie nutze ich das vorhandene Qi, um einen optimalen Golfplatz zu schaffen, der in die Gegend passt. Zudem müssen die Bahnen in ihren Schwierigkeitsaspekten optimiert werden!“

Sakautzky erinnert sich noch gut an die Verhandlungen mit einem norddeutschen Club, dessen Vorständen er von einem Anbau an das alterwürdige Clubhaus abgeraten hatte, die seinen Vorschlag jedoch ablehnten und belächelten. Nach Fertigstellung des Neubaus begann ein erbitterter Kampf zwischen den eingetragenen Vereinsmitgliedern und den Kommanditisten. Sakautzky: „Schade, denn genau das war bei der Grundriß- und Anbauanlyse vorauszusehen…!“

Der renommierte Berater erklärt der GOLFWELT Feng Shui-Begriffe: „Feng Shui gibt es seit über 3.000 Jahren und stammt aus China. Aus Naturbeobachtungen und komplexen philosophischen Gedankengut (z. B. Lao Tse, Konfuzius, dem I Ging) wurde eine Erfahrungswissenschaft mit einem gültigen System entwickelt, um individuell für jeden Menschen (bzw. auch für eine Firma, Organisation, Büro, ein Restaurant, Shopping Center, Laden usw.) optimale Grundstücke, Häuser, Wohnungen, Arbeits-, Lebens- und Standortsituationen zu bestimmen. Kern der Überlegungen, sowohl für den Außen- als auch Innenbereich, ist der sanfte, förderliche, energiespendende Fluss des Qi, auch Chi oder Prana genannt, um die eigene Lebensenergie zu erhöhen.

Qi ist die Verbindung von kosmischer, göttlicher Ursubstanz mit der Atmosphäre der Erde und fließt u.a. durch unsere Meridiane. Man kann sich Qi als eine Art unsichtbares Energie-Plankton vorstellen. Es gibt derzeit über 50 Menschen auf unserer Erde, die sich nachweislich seit Jahren nur von dieser Substanz (Qi) + Wasser ernähren können. Die bekannten Shaolin Mönche nutzen Qi, um schier unglaubliche Leistungen, z. B. im Kampfsport, zu vollbringen. Qi Gong, Tai Qi und viele Formen der Meditation und der asiatischen Kampfkünste nutzen Qi-Qualitäten. Der harmonische, unblockierte Fluss des Qis in den Meridianen des menschlichen Körpers ist zentrales Thema in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin). Qi wirkt auf und in allen Lebewesen. Ist der Fluss des Qi gestört, geht es Menschen, Tieren und Pflanzen nicht sonderlich gut.

Feng Shui aktiviert Qi, lenkt Qi und kann Qi wieder in einen sanften, förderlichen und heilenden Fluss bringen. Dies geschieht mit Hilfe von ausführlichen und tausendfach bewährten Analysen, Berechnungen und Maßnahmen sowohl im Außenbereich (Strassen, Wege, Zufahrten, Bäume, Grundstücke, Hecken, Teiche etc.) als auch im Innenbereich (Arbeits- und Schlafplätze, Farben, Materialien, Einrichtung, Symbolsprache) etc.“

Viele Hotels an Golfplätzen haben bereits ihr Haus nach den Feng Shui-Richtlinien umbauen lassen, um die Golfer mit positiver Energie zu laden. Sollte ein Golfer aber so ein Hotel noch nicht vorfinden, verrät Mark Sakautzky, wie jeder mit kleinen Tricks selber Feng Shui in sein Zimmer holen kann.

1. Auch wenn es nur ein Hotelzimmer ist – für ein paar erholsame Tage ist es jetzt Ihr Zuhause. Stellen Sie sich deshalb regelmäßige frische Blumen ins Zimmer, das bringt Frische und Lebendigkeit in die anonyme Hotelatmosphäre.
2. Wenn Sie nicht schlafen können, weil Ihr Bett in direkter Linie – oder zum großen Teil – zwischen Tür und Fenster oder Balkontür liegt, stellen Sie einen Stuhl in diese Energielinie vor das Bett.
3. Achten Sie auch darauf, dass sie am Kopfende eine feste Wand haben und von dort relativ einfach die Tür sehen können. Das gibt Sicherheit – auch im Schlaf. Notfalls stellen Sie das Bett im Zimmer um. Auch mit dem Kopfende am Badezimmer schlafen ist nicht sehr gut.
4. Achten Sie darauf, dass von Tischen oder Schränken keine scharfen Kanten oder Ecken auf Ihr Bett zeigen. Sollte das der Fall sein, rücken Sie entweder Bett, Tisch oder Schrank so dass die Kanten (geheimen Pfeile) nicht mehr auf Sie oder das Bett zeigen. Wenn das nicht geht, hängen Sie nachts einen Schal, ein Badetuch oder Bademantel über die Kanten.
5. Wenn Sie Spiegel im Zimmer haben, die auf das Bett zeigen, hängen Sie diese unbedingt vor dem Einschlafen mit einem Laken oder einem Handtuch zu oder nehmen sie ihn nachts ganz ab. Der Spiegel ist völlig ok, wenn Sie aktiv sind, also auch für die Erotik im Bett, aber sobald Sie tief schlafen, tritt Ihr Aura- oder Astralkörper aus Ihrem leiblichen Körper und erschrickt sich zunächst im Spiegel. Das bringt Unruhe im Schlaf. Zudem reflektieren Spiegel eventuell vorhandene Wasseradern und verstärken den Effekt.
6. Wenn Sie einen Fernseher im Zimmer haben, machen Sie diesen nachts aus, so dass auch die Stand-By Funktion ausgeschaltet ist. Das gilt auch für andere Elektrogeräte im Zimmer. Radiowecker stellen Sie so weit wie möglich vom Bett weg, da all diese Geräte E-Smog produzieren. Schlafen Sie immer noch schlecht, stecken Sie den Stecker der Nachttischlampe einmal andersherum in den Stecker, oft reduziert eine Umpolung auch den E-Smog.
7. Besorgen Sie sich vor dem Urlaub ein paar Räucherstäbchen mit schönen Blumen- oder Obstdüften (z.B. Aprikose oder Zimt) oder anderen Düften die Ihnen gefallen und zünden Sie diese ab und an, vor allem am ersten Urlaubstag. Räucherwerk reinigt die Atmosphäre eines Zimmers – auch von der Energie des Vorgängers – und verankert Ihre Energie im Zimmer, solange Sie dort Urlaub machen.
8. Wollen Sie mit Ihrem Partner enger zusammenrücken, legen Sie unter das Bett eine liegende Acht. Das Zeichen der Lemniskate ist auch ein Zeichen für Unendlichkeit und ewige Zusammengehörigkeit.

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